Samstag, 9. November 2024

Brief 2

Am Morgen sagte man uns, dass ein Junge Nikolaj geboren wurde, und er war ?(Wort fehlt). Aber nichts Schlimmer - alles gut. Brot hatten wir, Fleisch anscheinend nicht, Fett und Plflanzenöl war da. Wir hatten noch Kartoffel und mit diesem "Schatz" sind wir in den Winter gegangen. Wir heizten mit Brennholz, Brennholz holten Johann und ich, wir brachten das aus dem Wald mit dem Schlitten. Das war alles ohne Vater, Vater wurde für Arbeiten mobilisiert (kein Einverständnis), und er arbeitete in Sibirien in Taiga. sie bauten Häuser irgendwo in Novosibirsk oder Tomsk-Gebiet (jetzt viel mir ein - Kargolokg?) Im winter kam ein Kirgise oder Kasache zu uns und bat Mutter für ihn Pferdefleisch zu kochen, und wir fanden das komisch. Wir haben kein Pferdefleisch gegessen. Mutter war einverstanden, und brat im Ententopf voll für ihn das Fleisch. Der Kasache kam abends, und Mutter stellte für ihn im Ententopf dieses Fleisch, aber er wollte nicht alleine essen, und hat uns alle eingeladen, und wir saßen am Tische und haben nur zugeschaut, weil wegen Religion sollten wir kein Pferdefleisch essen, aber der Kasache bat uns immer wieder es.

Mutter erlaubte uns dann gebratenes Pferdefleisch zu essen, und wir aßen mit solchen Appetit, und wir waren satt, und es war noch etwas übrig geblieben. Mutter kochte noch etwas Kartoffel zum Fleisch dazu, und gab uns Stückchen Brot. Vom Brot war nur wenig da. Dieser Kasache hütete Pferde und kam noch einige Male bei uns sein Fleisch zu essen, und gab uns davon. Das war aber das erste Mal, dass wir Pferdefleisch gegessen haben. Mutter hatte davon nichts gegessen.

Holz war alle, Johann und ich gingen wieder im tiefen Schnee um Holz zu holen. Mit einer Zweihandsäge schnitten wir eine Birke ab, und dann noch ein Paar und brachten irgendwie das Brennholz zu unserem Dorf. Und wieder reichte das für einige Tage. Genau so war es mit Heu. Heu stand in den Feldern in Heuhaufen, und wir mussten es stehlen, wir luden etwas in unseren Schlitten und fuhren nach Hause ohne Straße im tiefen Schnee, und ließen so die Spur hinter uns direkt zu uns nach Hause. Nach ein Paar Tagen kam der Heubesitzer zu uns, er verfluchte uns ein wenig, aber danach meinte, wir hätten alles wieder gut verschleißen müssen, dann hätte er nichts gesagt. So war es damals, wegen Schule dachte nicht eimal einer.

 
(russischer Schlitten, Beispielfoto)
In diesem Winter kam plötzlich unser Onkel Nikolaj zu uns mit mehreren Schlitten, und er meinte, wir müssen schnell weg von hier, denn morgen kommen die Milizen aus Ilinka, und sie bringen uns weit weg von hier, so packten wir schnell unsere Sachen und fuhren noch in dieser Nacht Richtung Omsk. In einem Tag waren wir in Trusowka, und Onkel Nikolaj ließ uns bei ihm wohnen. Das war das Haus unserer Oma väterlicherseits. Diese eine Oma kannten wir, die anderen Omas und Opas kannten wir nicht, die sind früher gestorben.
 
Mit diesem kurzen Schreiben mache ich Ende mit Ilinka, und auch mit dieser neuen Siedlung. So wurden wir hin und her geschmiessen, aber unsere Eltern konnten leben, arbeiten und Hauptsache jammerten nicht, vielleicht hat ihnen die Religion geholfen. Schreib, vielleicht interessiert dich das nicht, das war im Jahr 1930. Fortsetzung folgt.
 

 

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