Nach wenigen Tagen sind wir nach Nizhnij Tagil gekommen. Wir lebten am Rande der Stadt. Da waren breite grüne Straßen. Das Haus war klein, und dort in einem Zimmer wohnten zwei Familien. Wir waren neun Menschen, und die waren (ich glaube, das waren Wins oder Fritz, Johann weiß es besser) nicht weniger. Johann arbeitete ein einem Werk, wo Autos repariert wurden, und unser Vater arbeitete in einer Tischlehrwerkstatt. In dieser Werkstatt arbeiteten auch Deutsche aus Deutschland (Revolutionäre) (* in Wirklichkeit waren das aus Deutschland für das Geld eingeladene Ingenieure und Handwerker, siehe Anmerkung unten). Sie hatten mit unseren nichts gemeinsam. Sie hatten sehr gutes Werkzeug, alles aus Metall und in einem Koffer.
Für sie gab es einen extra Einkaufsladen, an der Tür stand immer eine Wache, und die Fensterscheiben waren mit weißen Farbe bemalt. Daraus kamen viel geschminkte Damen mit Hütchen, schön bekleidet und mit verschiedenen Tüten, alles in Papier eingewickelt, mit dem weißen Brot, mit Wurst, Käse, mit Früchten und noch viel mehr.
Und in unserem Laden gab es alle Lebensmittel nur mit Karten für alle Familienmitglieder. Arbeitende bekamen 800 Gramm oder 1 Kilogramm, und die Abhängigen je 400 Gramm vom Mischroggenbrot, und bekamen noch etwas Pflanzenöl und Zucker. Sonst war nichts, denke ich, vielleicht nur noch etwas Getreide.
Zum Mittagessen gab es für alle Arbeitende eine Mensa. Für den Eingang in die Mensa brauchte man etwas, das war ein Holzlöffel. Zum Mittagessen gab es meist Schi oder Borsch aus Sauerkraut (natürlich ohne Fleisch), als Zweites gab es Sauerkraut mit einem Stück vom gekochten Fisch und Kartoffel. Brot, wer mitnahm oder wer noch hatte, brachte man mit in einer Tasche, eingewickelt in ein Tuch. Ich hatte Glück, ich ging da ein Paar mal hin zu Essen. Alle Arbeiter...
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