In die Schule ging ich im Jahr 1925, mein Vater begleitete mich zum Tor und wünschte mir alles Gute. Alles Nötige für Unterricht war in der Tasche, die aus einem grauen Leinenstoff genäht war, und die eine Schulterleine hatte. Darin war: ABC, Bibel in deutscher Sprache, Schiefertafel, Griffel zum Schreiben und Lappen zum Abwischen der Schiefertafel. Vielleicht gab es noch ein Heft und Bleistift, weiß ich nicht mehr genau. Schule, das war ein separates Gebäude, wo auch der Lehrer wohnte. Lehrer durfte abwechselnd bei den Dorfbewohnern essen. In der Schule waren wir bi zur vierten Klasse, weil wir nur einen Lehrer hatten.
(Schiefertafel)
Im Sommer arbeiteten alle im Hof, im Garten und auf dem Feld, mähten, pflügten, eggen und ernten. Für all diese Arbeit hatten wir genug Agrarwerkzeuge - Pflüge, Egge, Sämaschinen, Mähmaschinen, Karren, es gab noch eine Garbenbinde-Maschine ausländischer Produktion. Als wir keine Korde hatten, musste diese Maschine stehen. Dafür hatten wir sechs Arbeitspferde - wir hatten keine Probleme mit Zugkraft. Wir hatten sechs Milchkühe und viele junge Tiere und Schafe.
In Jahren 1926-27 hatten wir auf dem Hof ganze Herde. Das die Zeit von NWP (Neue Wirtschafts Politik), Menschen hat man erlaubt Argrarwirtschaft selbst zu betreiben, ab 1928 fing man an uns mit Steuern zu würgen, diese hatte man mehrmals im Jahr zu zahlen, und unser Hof fing an zu schmelzen. Wir verkauften unser Vieh nur um Steuer zahlen zu können.
Ab Ende 29 fing man mit Enteignungen an. Um diese Zeit hatten wir im Hof noch zwei Kühe und einige Pferde. Im Winter 1929 fuhren bei uns in den Hof mehrere Schlitten ein, Rat der Armen, und sie brachen ins Haus ein, in den Lagerraum, nahmen den Schinken und schnitten den und fraßen (sie hatten nie so etwas gegessen, sie hatten nichts, und wollten nichts haben, denn um etwas zu haben, muss man gut arbeiten, und solche Menschen wollen nur Spaß im Leben haben)

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